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50. ADAC/MSC Rhön Hauenstein Bergrennen 2019

Favoritensieg mit Streckenrekord

Alexander Hin triumphiert beim 50. Hauenstein-Bergrennen in Hausen. Die Rhöner Lokalmatadoren haben ihren Spaß.

Egal in welches Auto sich Alexander Hin setzt, er weiß alles aus seinen Rennern herauszuholen, was er auch beim 50. Hauenstein-Bergrennen in

Hausen bewies. Erst seit drei Monaten hat er einen Osella PA 30, fährt seitdem von Gesamtsieg zu Gesamtsieg und bricht dabei alle Streckenrekorde in Deutschland. Beim Jubiläums-Rennen in der Hochrhön verbesserte er im ersten Rennlauf vor mehreren Tausend Motorsportfans den Streckenrekord des fünfmaligen Siegers Uwe Lang um einige Zehntelsekunden. Im letzten Durchgang pulverisierte er auf der 4,2 Kilometer langen Strecke mit der Jopp-Kurve und der Jopp-Schikane seine eigene Bestmarke noch einmal auf jetzt geltende 1:38,773 Minuten.

 

„Das war noch nicht die letzte Rille“, verriet der Elzacher Hausbau-Unternehmer nach seiner ersten Auffahrt in Hausen. Alexander Hin hat sich die Dienste, Equipements und den technischen Supports des Teams von Uwe Lang gesichert und beide Partner ergänzen sich kongenial und professionell. Uwe Langs Sohn Georg Lang mischte in seinem Formel 3-Renner aus dem Hause Weidler vorne mit. Am Ende belegte Georg Lang den Gesamtrang fünf. Die Plätze auf dem Gesamtsiegerpodest neben Alexander Hin errangen Vorjahressieger Mathieu  Wolpert (2., Bad Herrenalb) und Christian Triebstein (3., Habichtswald). Auf dem

Gesamtrang sechs platzierte sich Holger Hovemann in seinem 700 PS starken V8 Motor unter der Haube seines Opel Kadett. Der Kadett-Treter aus Buchen-Böddigheim markierte dabei einen neuen Tourenwagen-Streckenrekord von 1:46,90 Minuten.

 

Im Feld der 180 Fahrer hatte der veranstaltende MSC Rhön elf Eisen im Feuer und die Jungs wie Johannes Wetzel aus Rüdenschwinden sichtlich ihren Spaß, mischten sie im Feld der Gleichmäßigkeitsfahrer (GLP) doch munter mit. Mario Markert bestritt seine Rennpremiere in einem neu aufgebauten 3er-BMW und fuhr mit Rang 13 unter 28 Teilnehmern seiner Klasse gleich das beste Resultat der Riege der Rhöner Jungs heraus. „Das hat Spaß gemacht und alle Autos sind heil im Ziel, das wird noch gefeiert“, erklärte Markert für seine Kumpels aus Hausen und der Umgebung. Den Sieg unter allen GLP-Teilnehmern holte sich Axel Reß aus Wülfershausen, womit der Pokal in Unterfranken blieb. Der Deutsche Bergtrophäenmeister der Jahre 1992 und 1993 strahlte nach seinem

Schnapszahl-Auftritt, ist er doch 66 Jahr alt und fährt seit stolzen 44 Jahren im deutschen Bergrennzirkus mit.

 

Der Präsident des Veranstalters MSC Rhön, Christian Röder, lobte die Gastfreundschaft und die Mithilfe der Hausener. „Der MSC hat seine Jubiläumsrennen mit Bravour geschafft“, attestierte Hausens Bürgermeister Fridolin Link und der stellvertretende Landrat Josef Demar beglückwünschte den MSC Rhön zu dem Berg-Spektakel, „das ein Markenzeichen für die Rhön ist.“ Christian Röder schwärmte von „einer geilen Veranstaltung. Die Drift-Einlagen  waren super.“ Hausens Bürgermeister Fridolin Link, als Mitfahrer im Drifter-BMW

unterwegs, versicherte, „dass meine Hose sauber geblieben ist“, obwohl ihn durchaus eine mulmiges Gefühl ob der rasanten Renntaxi-Fahrt beschlichen habe.

 

Die Hausener sind mit ihren Garagen und Höfen gerne Gastgeber für die Motorsportler, woraus schon manche Freundschaft entstanden ist. So beherbergt die Familie Herbert in der Eisgrabenstraße schon seit über 30 Jahren den ehemaligen Deutschen Tourenwagen-Meister Norbert Handa und jetzt auch seinen Sohn Christian Handa. Am Montagabend trafen sich die Hausener dann noch zu einem Helferfest, um nach geschaffter Arbeit auf das gelungene Jubiläumsrennen anzustoßen.